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TaeKwon-Do

Song Mu Kwan

Kampfkunst-Schule des Kieferbaums

(ältester TaeKwon-Do – Zweig)

 

                                       Song            =                  immergrüne Kiefer, Symbol für Jugend und Gesundheit

                                       Mu                =                  Kampfkunst

                                       Kwan           =                  Schule, Gymnasium, Ort der Unterweisung

 

Der Ursprung von TaeKwon-Do

Man ist gewohnt, China für die Wiege der Kampfkünste zu halten. Auf jeden Fall existierten in Korea, schon lange bevor Bodhidarma nach China kam und das shaolinsche Kung- Fu geschaffen wurde, ausgefeilte Systeme des Ringens und Boxens, die in den drei alten Königreichen der Halbinsel Kogurio (37 v. u. Z. bis 668 u. z.) und Sila (57 v. u. Z. bis 935 u. z.) entstanden waren.
Den bedeutsamsten Beitrag für die Entwicklung der klassischen koreanischen Kampfsysteme, mit und ohne Waffen, leisteten Bewohner des Staates Sila, wo sich seit dem 7. Jahrhundert das einzigartige religiös-kämpferische Institut der Hwarang entwickelte. Das Wort „Hwarang“ bedeutet „Jugendblüten“. In der Regel durchliefen die jungen Leute in ihrer Ausbildung folgende Fächer: Philosophie, Literatur, Rhetorik, Musik, Heilkunde, Yoga und die übrigen konfuzianischen Disziplinen. Parallel dazu eigneten sie sich die Kunst des Fechtens, Bogenschiessens, Kunstreitens und des Nahkampfes an = Hwarang – Do (Weg des Hwarang).
Viele koreanische und westliche Forscher nehmen an, dass Hwarang – Do ein direkter Vorläufer und Prototyp des allgemein bekannten Samurai-Ehrenkodex Bushido ist. Die ethische Grundlage des Hwarang – Do wurde stark vom Buddhismus beeinflusst, wobei der Buddhismus das Hwarang-Do in fünf Aspekten ganz besonders geprägt hat:

- Besänftigung der Gefühle

- Ruhiger Gehohrsam gegenüber dem Unvermeidlichen

- Selbstbeherschung gegenüber jedwedem Ereignis

- Tiefere Vertrautheit mit dem Gedanken des Todes als mit dem des Lebens

- Reine Armut

TaeKwon-Do heute

Frei übersetzt bedeutet TaeKwon-Do "Kunst oder Weg des Fuß- und Handkampfes". Die wörtliche Übersetzung aus dem koreanischen heißt:

· Tae: stoßen, springen oder mit dem Fuß zerschmettern

· Kwon: Faust bzw. mit der Hand oder Faust schlagen oder zerstören

· Do: der Weg, die Lehre, die Methode

Zusammengefasst weist TaeKwon-Do demnach auf eine Technik der unbewaffneten Selbstverteidigung hin. Darunter versteht man das geschickte Ausweichen oder Abfangen eines Angriffs mit Händen und Füßen sowie den Konter, der zur schnellen Ausschaltung des Gegners führt. Der Unterschied zu weiteren fernöstlichen Kampfkünsten ist mit dem Hinweis auf die Bevorzugung der Fusstechniken alleine nicht erklärt. Eine solche Vielfalt an verschiedenen Techniken wird sonst in keiner anderen artverwandten Disziplin erreicht. Im weiteren unterscheidet sich TaeKwon-Do insbesondere in der Art der verschiedenen Handtechniken.